Über mich

Hi, ich bin Marita...


neurodivergente Mama von drei Kindern, Diplom-Choreografin, Yogalehrerin, SEO-Fachfrau und Gründerin von Neurodive.


Mein Hirn ist ein Ideenspringbrunnen, und ich versuche so gut es geht darauf zu surfen, ohne unterzugluckern.

Tanz, Zeitblindheit und 153 offene Browser-Tabs


Ich habe ursprünglich Choreografie studiert und viele Jahre als freiberufliche Choreografin und Yoga-Lehrerin gearbeitet (siehe tanzkoerpertraining.de und  YouTube)


Das war eine Zeit, in der mein Leben von außen vielleicht wie ein Tanz aussah – sich von innen aber anfühlte wie eine 48-Stunden-Impro-Jam ohne Trinkpausen, nach der man den letzten Bus nach Hause verpasst.


Mit 40 bin ich dann in die Welt einer Online-Marketing-Agentur gewechselt, habe mich zur SEO-Fachkraft zertifizieren lassen - und arbeite heute als Onlinemarketing-Beauftragte für eine Firma, die nachhaltige Betten baut.


Und ja: Zwischen Keyword-Maps und Content-Strategien gibt´s zum Glück viel Raum für Kreativität. Man muss nur jenseits der Metadaten suchen.


Neurodive – Lexikon, Labor und leiser Aufstand


Und hier baue ich also an meinem neuen Herzensprojekt: Neurodive.


Ein Neurodivergenz Lexikon mit all den Begriffen, die ich als Jugendliche und als undiagnostizierte Erwachsene so dringend gebraucht hätte, um mein Erleben zu verstehen.


Ich schreibe über ADHS, AuDHS, Autismus, Monotropismus, Reizfilterschwäche, Hyperfokus, Zeitblindheit, emotionale Erschöpfung und neurodivergenten Burnout – und das ganze faszinierende Spektrum dazwischen.


Die Seite ist für mich ein kreatives Outlet, ein Denkraum, und ein Zuhause für all die Worte, die wir neurodivergenten Leute brauchen, um uns selbst besser zu verstehen.


Mit meinen Zeichnungen und Aquarellen möchte ich zeigen, dass es nicht „die eine“ Art gibt, die Welt zu sehen – sondern unzählige, und jede davon erzählt ihre eigene Wahrheit.


Demnächst starte ich außerdem auf Instagram (@neurodive.de) und YouTube (@neurodive_de) – mit Erklärvideos, Kunst und ganz viel: „Ah! Deshalb bin ich so!“-Momenten.


Gern kannst du mir dort schon folgen!

Comic in drei Bildern mit einer Frau, die einen immer größer werdenden Dreckhaufen unter den Teppich kehrt. Bildtexte: 1. "Ich so mit 12...", 2."Ich so mit 40...", 3. "Ich so mit ADHS Diagnose" - hier fliegt die Frau auf dem Besen, auf einem Pflei steht "Auf zu kreativen Höhenflügen".


Zwischen Masking, Hochbegabung und 40-Minuten-Butterbroten


Ich finde es ehrlich gesagt super schwer, diese „Über mich“-Seite zu schreiben.

Vierzig Jahre Masking haben meine Selbstwahrnehmung zu einer Art Origami-Figur gemacht – hübsch gefaltet, aber kaum auseinanderzuklamüsern, ohne dass was reißt.


Im neurodivergenten Spektrum habe ich ein sogenanntes Twice-Exceptional Profil:

ADHS-Diagnose mit Anfang 40, Hochbegabung festgestellt mit Anfang 20, und je mehr ich über das Autismus-Spektrum lese, desto klarer wird: Auch dort liegt ein Teil meiner Wahrheit – sensorische Besonderheiten, Monotropismus, Delayed Processing, Copy-Paste-Verhalten und diese ganze Sache mit sozialen Konstrukten, die ich erst durch logisches Nachdenken verstehe (anstatt durch… na ja, einfach so).


Ich schreibe schnell – und rede manchmal, als hätte mein Gehirn eine eigene Kaffeedrüse.

Aber glaub mir: Du willst nicht dabei sein, wenn ich einkaufen gehe. Oder Brotdosen vorbereite.

Zermürbende 40 Minuten, um Schnitten zu schmieren. Panik, wenn ein Deckel nicht da liegt, wo er hingehört. Und am Ende hat der Kleine zwei dicke Brote und einen Ohrstöpsel in der Dose, der Große ein einzelnes Äpfelchen – und meine Tochter muss sich bei der besten Freundin durchschnorren, weil ihre Brotdose sich auf dem Weg zum Ranzen auf mysteriöse Weise in Luft aufgelöst hat. Plopp.

Comic mit 3 Leuten, die sich unterhalten. Einer sagt "Siese unzuverlässigen Schüler", der zweite "Diese verpeilten Kunden", der dritte "Diese nicht belastbare Kollegin..." Vorn steht eine Person und denkt "Oh je - das könnte alles ich sein..."


Dinge, über die ich lange nachgedacht habe:


  • Darf ich über meine Erfahrung als AuDHSlerin schreiben, obwohl ich nur für ADHS einen offiziellen Zettel mit Stempel habe? (Für das Bürokratielabyrinth der Autismus-Diagnostik suche ich noch den rettenden Faden.)
  • Sollte ich die Hochbegabung erwähnen - oder wirkt das sofort selbstverliebt und überheblich?

Immerhin habe ich Anzeichen von „Das finde ich leicht“ und „Hab ich längst verstanden“ jahrelang sorgfältig verborgen.
Sogar mein Mann hat erst davon erfahren, als wir schon längst zusammenlebten.


Denn, ganz ehrlich: Ob man schnell denkt oder zu genau nachfragt – beides nervt irgendwann irgendwen.

Und wenn man dann noch die Turnhalle nicht findet, versteht das gleich gar keiner mehr.


Aber genau dieses scheinbar widersprüchliche Profil prägt mein Erleben zutiefst.

Deshalb mache ich es hier sichtbar – nicht als Etikett, sondern als Linse, durch die ich die Welt betrachte: bunt, zu hell, zu laut, zu voll, zu schnell, zu langsam – aber auch voller Tiefe, Neugier und ungeahnter Schönheit.


Wenn du bis hierher gelesen hast, bist du vielleicht selbst ein „komischer Vogel“.


Ein Rabenkind, ein schwarzes Schaf, ein Wolf ohne Krallen, ein Oktopus in Badehose.

Mit oder ohne Diagnose.

Dann sag ich: Willkommen ❤️

Setz dich, atme durch – und lass uns in die Tiefen der Neurodivergenz eintauchen.

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